Albverein Schwenningen - Jahresprogramm 2018
Mittwoch, 17. Oktober 2018

Wo die Donau versickert


Die Wanderung zur Donauversinkung ist eine „löchrige“ Angelegenheit. Auf der Strecke gibt es einige kuriose geologische Phänomene zwischen dem Karstgebirge der Schwäbischen Alb und den vom Vulkanismus geprägten Hegaubergen. Dass der Boden hier bis heute lebt, zeigt sich an den eindrucksvollen Versickerungsstellen der Donau, tiefen Dolinen im Wald und dem Vulkankrater Höwenegg.

Die Wanderung beginnt und endet am Bahnhof in Immendingen. Wir folgen zunächst dem Donauradweg bis zu einem Wanderparkplatz mit Kiosk und Spiel- und Zeltplatz. Ab hier folgen wir einem schmalen Uferweg der Donau entlang, vorbei an den Versinkungsstellen, an denen die Donau an durchschnittlich 200 Tagen im Jahr „verschwindet“. Ihr Wasser kommt im 12 km entfernten Aachtopf an und fließt in der Radolfzeller Aach zum Bodensee und speist damit den Rhein. Kurz vor dem Wanderparkplatz Einödviadukt liegt das Flußbett der Donau im Sommer meist völlig trocken. Nach dem Einödviadukt biegen wir ab, durch das „Dobel“ genannte Tälchen durch einen schönen Mischwald, queren die Straße nach Mauenheim. Jenseits der Straße liegt einige Meter abseits, das „Gefallene Loch“, eine weitgehend zugewachsene Doline. Bald erreichen wir einen schönen Aussichtspunkt mit Blick auf die Hegauberge. Ein paar Bänkle laden zur Rast ein. Bald darauf kommen wir an der Doline Michelloch vorbei. Weiter geht es nun etwas bergaufwärts zum Vulkankrater Höwenegg. Tief kann man hinuntersehen in den Krater mit seiner Basaltwand, in der jedes Jahr Kolkraben und Wanderfalken brüten. Früher wurde hier Basalt abgebaut, heute glitzert türkis-blaues Wasser in der Sonne. Das Areal ist eingezäunt und steht seit 1983 unter Naturschutz.

Der Weg führt nun weiter, vorbei am Gundelhof bis zu einem Wanderparkplatz mit Bushaltestelle. Für Abkürzer besteht hier die Möglichkeit mit dem Bus zum Ausgangspunkt zu gelangen.

Die Weiterwanderer nehmen den Ostweg, vorbei am Daimler Testzentrum und dem Schützenhaus, bis wir in kurzer Zeit unseren Ausgangspunkt in Immendingen wieder erreichen.

Die Schlußeinkehr ist im Gasthaus Brenner, unweit des Immendinger Bahnhofs.

Die Strecke ist ca. 13,5 km lang, für Abkürzer etwa 3 km kürzer. Auf- und Abstiege betragen jeweils ca. 270 m. Die Gesamtgehzeit beträgt 4 Stunden, für Abkürzer entsprechend weniger. Die Wanderung ist leicht zu bewältigen, wegen teilweise feuchter Wege ist festes Schuhwerk unerlässlich. Wanderstöcke sind hilfreich. Bitte Getränke und Rucksackvesper einpacken.

Die Abfahrt ist um 9.18 Uhr (Treffpunkt 9.15) mit dem Bus 1 nach Villingen, dort geht es um 10.06 (Treffpunkt 10.00) weiter mit dem Zug nach Immendingen. Die Rückfahrt ist um 17.29 oder eine Stunde später geplant.

Gäste sind willkommen