Albverein Schwenningen - Jahresprogramm 2018
Samstag, 23. Juni 2018
bis Samstag, 30. Juni 2018

Tourenbericht: Lechweg -Von der Quelle bis zum Fall

Eine Wanderwoche der besonderen Prägung erlebten 23 Wanderer im Lechtal.

Der Anfang zu diesem Erfolgsmodell von Weitwanderweg liegt etwa 6 Jahre zurück. Neben vielen Berichterstattungen in Printmedien und Fernsehen wurde der Weg als erster "Leading Quality Trail" zertifiziert. Eine geniale Idee ist der dazugehörige Wanderbus. Er verbindet die Strecke von Lech am Arlberg, über das Tiroler Lechtal bis Reutte, und weiter ins südliche Allgäu nach Füssen. So konnte die Strecke von 125 km in 8 Etappen, ohne Gepäck, bewältigt werden. Das Kräuterhotel "Stern" in Steeg und das Hotel "Föhrenhof" in Stanzach dienten als Standquartiere, mit bestem Service und Verpflegung.

Startpunkt der Wanderung war der 1793 m hoch gelegene Formarinsee im Lechquellengebirge. In der unberührten Natur, entlang des türiksblauen Wildflusses, blühten hunderte unterschiedliche Orchideen. Der Naturpark Tiroler Lech ist für seine artenreiche Flora und Fauna bekannt. Es gab Insekten und Blumen, die nur durch akribisches Suchen in Fachbüchern identifiziert werden konnten. Bei Holzgau, mit seinen Lüftlmalereien, ging der Weg über die 110 m hohe Höhenbachschlucht auf einer 200 m langen Hängebrücke weiter. Vorbei an tosenden Wasserfällen wurde am 4. Tag Elbigenalp erreicht, der geographische Mittelpunkt der Wanderung. Eine Besichtigung der Naturkäserei "Sojer" beendete den erlebnisreichen Tag. Der nächste Morgen begann mit dem Besuch des Naturparkhauses auf der Klimmbrücke, dem Verwaltungsgebäude des Naturparks mit Wechselausstellungen. Entlang der Schotterbänke des Lech, die wie zu einem Zopf geflochten wirken, ging es weiter nach Forchach. Bei der Johannesbrücke informierte der Mitwanderer, Klaus Gaiselmann, Leiter des Umweltamtes Landkreis Rottweil, alle Teilnehmer anschaulich über das Thema Wasser und Natur.

Am vorletzten Abend gastierte das Tiroler Militär-Musik-Orchester in Stanzach, ein besonderes Highlight, das sich niemand entgehen ließ. Der letzte Wandertag forderte die Teilnehmer noch einmal. Die Anstrengung mit 15 km, von Pflach nach Füssen. 722m auf und 760 m ab, wurde belohnt. Vorbei am Säuling, dem Hausberg von Füssen, dem Alpsee, mit Blick auf die Schlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein, führte der Weg zum 800 m hochgelegenen Lechfall in Füssen. Am Maxsteg, wo der Fluss über mehrere Stufen fällt, ging die Wanderwoche zu Ende. Mit einem letzten Eisbecher in der Fußgängerzone verabschiedete sich die Gruppe von der schönen Stadt Füssen und dem Lech.