Albverein Schwenningen - Jahresprogramm 2019
Sonntag, 12. Mai 2019

Botanische Kostbarkeiten am Hochrhein

Die Wanderung verläuft auf einem Höhenrücken am Hochrhein, der geologisch noch zur Schwäbischen Alb gehört. Wegen des kalkreichen Untergrundes gedeihen hier sehr viele Orchideenarten, in der warmen Hochrheinzone auch der wärmeliebende sehr seltene Diptam und am einzigen Standort in Deutschland die Österreichische Schwarzwurzel.

Die Anfahrt erfolgt mit dem Zug über Singen, Schaffhausen und Tiengen nach Lauchringen. Von dort geht es zunächst teilweise steil aufwärts durch Streuobstwiesen und Wald auf den Hochrheinhöhenweg. Eine erste Unterbrechung machen wir kurz in Bechtersbohl (450m) zu einem Blick in die hübsche Kapelle. Von dort steigt man steil auf die Kuppe der Küssaburg (634m) und besucht die Ruine der schon im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Burg. Von der Küssaburg geht es leicht abwärts am Stüdlehof vorbei auf die extensiv bewirtschafteten Orchideenwiesen. Bei der Vorwanderung ebenfalls Mitte Mai waren dort und an einem nahe gelegenen weiteren Standort 10 verschiedene Orchideenarten zu bewundern. 

Zum Beispiel das seltene Brandknabenkraut.

Oder das bleiche Waldvögelein

Das Purpurknabenkraut

Der Weg führt weiter durch ein kleines Waldstück, in dem Bohnerz abgebaut wurde. Ein Bohnerzlehrpfad erläutert auf Tafeln Wissenswertes dazu. Wir verlassen diesen Pfad jedoch bald und steigen wieder auf vorbei am Alkenhof auf den Hochrheinhöhenweg, dem wir weit folgen. Am Beginn dieses Wegabschnittes wird aber erst einmal Pause zur Mittagsvesper aus dem Rucksack eingelegt. Wir haben danach beim Weitergehen immer wieder einen wunderbaren Blick nach Süden zum Rhein und in die Schweiz und bei guter Sicht auf die Alpen.Nach langem Weg auf der Höhe biegt man links ab Richtung Klettgau und kommt an einem schönen Standort des Frauenschuhs vorbei mit einigen sehr großen Exemplaren.

Bei dem Weiteren Abstieg in den Klettgau läuft man fast an einem versteckten Standort des wärmeliebenden Diptam vorbei, einer sehr dekorativen Pflanze, die auch wegen ihrer ätherischen Öle "Brennender Busch" genannt wird und mit den Citrusgewächsen verwandt ist.

Der weitere Abstieg nach Grießen ist kurz. 

Von dort fährt der öffentliche Bus nach Tiengen, wo man wieder die Bahn nach Hause besteigt über Schaffhausen und Singen.

Der Weg ist zwar nicht anspruchsvoll, die Strecke aber lang. Es sind fast 19km mit 540m Aufstieg und 500m Abstieg. Eine Abkürzung ist nicht möglich. Die reine Wanderzeit wird fast 6 Std. betragen, die Pausen und das Mittagessen nicht eingerechnet. Wegen des Besuches eines streng geschützten Gebietes ist die Teilnehmerzahl auf 20 begrenzt. Eine Einkehr in der Gruppe ist wegen des Muttertages nicht möglich. Auch eine Schlussenkehr ist nicht vorgesehen. Also bitte reichlich Getränk und eine gute Vesper mitnehmen!

Treffpunkt ist um 6.45 Uhr am Bahnhof in Villingen. Anmeldung bis Samstag 11.05. um 11.00 Uhr bei der Tourist Info im Bahnhof Schwenningen Tel: 07720 821066

Führung: Norbert Noltemeyer, Arnold Bauer