Albverein Schwenningen - Jahresprogramm 2020
Donnerstag, 8. Oktober 2020
bis Sonntag, 11. Oktober 2020

Tourenbericht: Mit dem Rucksack auf dem Albsteig

Von Albbruck über den Feldberg nach Bärental  in 4 Etappen

 11 WanderInnen starteten am Donnerstag, 8.10. zu einer Tour entlang dem Flüsschen Alb, von Albbruck hinauf auf den Feldberg. Ca. 80 km und ca. 2800 hm waren bei dieser landschaftlich abwechslungsreichen und anspruchsvollen Tour zu bewältigen. Oft in Sichtweite des Flusses, vorbei an Wasserfällen, über schmale Stege, stille Wälder, herrliche Aussichtspunkte direkt am Fluss oder hoch oben über dem Albtal, führte der Wanderweg.


1. Etappe von Albbruck nach Strittmatt, 17 km, 815 hm

Nach der Ankunft mit dem Zug in Albbruck erreichten wir bald die Albschlucht, die es im Auf und Ab immer wieder zu queren galt. Das Albtal wurde bald so eng, dass der Wanderweg selten ganz am Fluss entlang  ging, aber stets in Nähe und auch Sichtweite war.


Höllbachwasserfall



Nach dem eindrucksvoll Höllbachwasserfall begann der Aufstieg hinauf über Görwihl nach Strittmatt. Im Gasthaus Hirschen war die erste Übernachtung, wo wir gut verpflegt und so für den nächsten Tag gestärkt wurden.


2. Etappe von Strittmatt nach St. Blasien 27 km, 800 hm


Die zweite Etappe war lang, da die nächste Übernachtungsmöglichkeit erst in St. Blasien war. Die Strecke konnte jedoch durch Umsteigen in den Bus abgekürzt werden. Teilweise wurde unser Weg umgeleitet, da durch die Dürre und den Borkenkäferbefall noch sehr viel Holz geschlagen werden muss.

Zunächst mussten wir von Strittmatt wieder zurück in das Albtal absteigen. Von da ging es wieder im Auf und Ab entlang der Alb bis zur Teufelsküche, einem eindrucksvollen Naturschauspiel.

Später erfolgte dann der anstrengende Aufstieg nach Wolpadingen. Über Wittenschwand ging es, z.T. auf sehr schmalen und steinigem Weg, weiter zum Bildsteinfelsen mit toller Sicht in das Albtal und zu eindrucksvollen Zeidler-Bäumen. Die Zeidlerei (auch Zedlerei) war im Mittelalter das gewerbsmäßige Sammeln von Honig wilder oder halbwilder Bienenvölker, das von Zeidlern ausgeübt wurde.

Nach dem  Bildsteinfelsen ging es wieder bergab bis zum Albsee. Von dort wurde dann der Bus genutzt um die letzten 4 km nach St. Blasien zu fahren. Im Hotel Bellevue wurden wir für die Nacht freundlich empfangen.


3. Etappe, von St. Blasien über Häusern nach Menzenschwand, 21 km und 600 hm

Nach Besichtigung des Doms in St. Blasien ging es in zwei Gruppen weiter. Die erste Gruppe wanderte zurück zum Albsee um wieder auf den Albsteig zu gelangen.

Nach Häusern ging es auf schmalem Weg bergan, dann wieder Richtung St. Blasien durch die wunderschöne Schlucht des Windbergwasserfalls. Danach wurde das Tal offener und es geht auf fast ebenem Weg an der Alb entlang, umsäumt mit bunten Bäumen, Richtung Menzenschwand.

Der Wettergott war uns hold und hat erst die letzten 20 Minuten leichten Regen zugelassen.

Die zweite Gruppe verzichtete auf den Aufstieg nach Häusern und wanderte direkt über den Windbergwasserfall, dann das Albtal entlang nach Menzenschwand.

In der Jugendherberge Menzenschwand trafen wir uns wieder und wurden freundlich empfangen und gut in mehreren Zimmern untergebracht.


4. Etappe von Menzenschwand auf den Feldberg, über den Zweiseenblick nach Bärental, 14.5 km, 550 hm

Die vierte Etappe führte entlang der Menzenschwander Alb durch den sehr schönen Menzenschwander Wasserfall. Danach ging es weiter auf schmalem Pfad durch Ziegenweiden den Hang entlang. Die Ziegen werden zur Landschaftspflege eingesetzt. Zunächst durch die Klusenmoräne, steigt der Weg, am nun immer kleiner werdenden Flüsschen der Alb zum Feldberg hoch. Über das Caritashaus und den Zweiseenblick führt der Weg dann hinunter nach Bärental, dem Ende unserer Wanderstrecke. Gestärkt mit Kaffee und Kuchen fahren wir mit dem Bus/Zug und der Erinnerung an vier schöne, eindrucksvolle und spannende Tage zurück nach Hause.


Schön war‘s.