Albverein Schwenningen - Jahresprogramm 2020
Mittwoch, 12. August 2020

Tourenbericht: Eine fast alpine Herausforderung

Nach langer Anfahrt waren 24 Teilnehmer in 2 Gruppen trotz der sommerlichen Hitze wegen des herrlichem Wetters bei der Ankunft in Murbach voller Tatendrang. Zunächst wurde aber noch ein Blick in den monumentalen Chor der romanischen Abteikirche geworfen. Schiff und Eingangsbau waren in den vergangenen Jahrhunderten als Steinbruch missbraucht worden, das heißt: nicht mehr vorhanden. Dennoch: der gewaltige Rest beeindruckte.

Es ging dann beständig im angenehm schattigen Wald auf schmalem Wanderpfad zunächst ziemlich steil, dann bisweilen auf einem Grat fast eben zum Col du Judenhut.

An der erfrischenden Fontaine Schlumberger hielten beide Gruppen Mittagsrast. Die schnellere Truppe war eben im Aufbruch als die gemütlicheren Wanderer ankamen.

Der Anstieg zum 1443m hohen Gipfel, zunächst durch herrlichen Buchenwald, dann jenseits der Rote de Créte auf steinigem Weg durch alpines Gebüsch, wurde von allen Wanderern gemeistert (es gab ja keine Abkürzungsmöglichkeit).

Auf dem Gipfel genoss man bei strahlender Sonne und blauem Himmel den Blick in die Burgundische Pforte, in die Rheinebene bis zum Schwarzwald und nach Norden über den baumlosen Verlauf der Route de Créte und die Vogesen. Dort dräute allerdings auch ein offenbar heftiges Gewitter, das später nach Norden abzog.

Das Monument für die "Diable bleu" auf dem Gipfel

Trotz des Gewitters machte sich die schnelle Gruppe an den Abstieg vorbei am idyllischen Lac du Ballon zum Monument Brun an der Straße Richtung Guebwiller, wo der Bus der Firma Luschin pünktlich bereit stand, bevor die ersten dicken Tropfen eines über dem Belchengipfel aufgekommenen Gewitters die Wanderer durchnässen konnten.

Die gemütliche Gruppe war inzwischen mit dem Bus hinunter gefahren zu einer erfrischenden Einkehr im herrlich gelegenen Hotel S. Barnabé.

Alle Wanderer hatten den mit 960 Höhenmetern nicht einfachen Aufstieg geschafft

Wegen der Schichtzeitrichtlinien des Busfahrers war ein Besuch der romanischen Kirche in Ottmarsheim leider nicht mehr möglich